Blei

Blei allgemein

Blei ist ein Schwermetall und gleichzeitig ein chemisches Element. Im Periodensystem für Elemente besitzt dieses Metall das Symbol Pb und die Ordnungszahl 82. Weiterhin steht es in der vierten Hauptgruppe. Diese Gruppe ist dieselbe in welchem auch Kohlenstoff vorzufinden ist. Weiterhin steht das Schwermetall in der 6. Periode.

Das wahrscheinlich bedeutendste bleihaltige Mineral, ist Galenit. Es tritt sehr häufig mit den Sulfiden anderen Metalle in vergesellschafteter Form auf. Einige dieser Metalle sind Arsen, Kupfer und Bismut. Durch diese Vergesellschaftung kommt es häufig zu Verunreinigungen des Rohrbleis. Diese Unreinheiten betragen etwa 5 Prozent vor der Reinigung des Metalls. Das Bleierz, wird durch mehrere Vorgänge aufbereitet, sodass ein Mineralgehalt von circa 60 Prozent erreicht wird. Einige dieser Vorgänge sind die Klassierung, Flotation, sowie die Zerkleinerung. Im erstgenannten Schritt, wird das Erz in verschiedene Gruppen sortiert und eingeteilt. Diese Gruppen unterscheiden sich unter anderem im Verschmutzungsgrad. Bei der Flotation wird das Erz in ein Wasserbad gegeben und dann werden durch Gasblasen, die störenden Stoffe an die Wasseroberfläche getragen. Nach der Aufbereitung gibt es drei mögliche Verfahrensweisen um das Bleierz in metallisches Blei zu überführen. Diese wären das Direktschmelzverfahren, sowie die Röstreaktion und Röstreduktion. Das Erstere löst jedoch die andern beiden Verfahren immer mehr ab. Dies, weil das Direktschmelzverfahren zum einen umweltfreundlicher und zum anderen ertragsreicher ist.

Das verwendete Blei
Die vier Nationen, welche den höchsten Bleiverbrauch weltweit haben, sind: Deutschland, China, Japan, sowie die USA. Von dem gesamten Blei, welches auf der Welt verbraucht wird, gehen 60 Prozent in die Automobilindustrie und weitere 20 Prozent in die chemische Industrie. Im Bauwesen wird Blei auf sehr vielfältige Weise genutzt: Es wird in einigen Rohrleitungen verarbeitet, für die Ummantelung von Kabeln genutzt, weiterhin werden aus Blei Dachbleche gefertigt, Auskleidungen für Rinnen, Maueranschlüsse und noch vieles mehr. Auch einige Dichtungsmaterialien sind bleihaltig – zum Beispiel Bleiwolle und Riffelblei. Mit ihnen werden Hanfstricks von Muffenrohren kalt verstemmt. Auch bei Bleiverglasungen wird – wie der Name schon sagt – Blei benötigt. In der chemischen Industrie wird aus dem Blei zum größten Teil Bleiklammern hergestellt, denn diese werden für die Gewinnung von Schwefelsäure benötigt – aber auch um säurefeste Behälter, wie zum Beispiel Schüsseln herzustellen.

Die Toxizität des Schwermetalls
Blei, ist wie sehr viele Schwermetalle toxisch. Bis zu den 1970er Jahren, wurde Blei noch in den Trinkwasserrohren verarbeitet. Doch nachdem verstärkt Bleivergiftungen aufgetreten sind und man diese Erkrankungserscheinungen auch dem Schwermetall zuordnen konnte, wurde es gesetzlich verboten, Trinkwasserleitungen aus Blei herzustellen. Auch in anderen Situationen wurden Vergiftungen festgestellt, zum Beispiel bei den Bettelmönchen aus dem St. Gallen Kloster. Sie verwendeten Bleibecher, um aus ihnen zu trinken.