Glasfaserdämmstoff

Glasfasern und ihr Nutzen

Glasfaserdämmstoff ist ein Dämmmaterial, welches aus sehr feinen Glasfasern besteht. Um diese zu erhalten, muss das geschmolzene Glas vorsichtig in die Länge gezogen werden. Neben der Verwendung als Dämmmaterial werden Glasfasern auch zur Datenübertragung verwendet. Die Vorteile dieses Materials sind leicht zu erkennen. Neben ihrer Witterungsbeständigkeit, sind sie ebenso resistent gegen den zeitlichen Verfall. Auch chemische Substanzen, wie Säuren oder alkalische Lösungen können den Glasfasern nichts anhaben. Eine weitere wichtige Eigenschaft, welche vor allem in seiner Funktion als Dämmmaterial nützlich ist, ist die Hitze- und Feuerbeständigkeit. Denn Glasfaserdämmstoff ist ein nicht brennbares Material.

Ein historischer Exkurs
Die Entwicklung und die Verwendung von Glasfasern, bis sie endlich als Dämmstoff verwendet wurden, ist erstaunlich und zum Teil auch amüsant. Die erste Verwendung von Glasfasern war die Dekoration. Als sogenanntes "Engelshaar" wurden die feinen Glasfäden verwendet, solange bis man ihr wahres Potenzial entdeckte. Der erste Nutzen, den man aus diesem neu entdeckten Potenzial zog, war die Übertragung von Daten, sowie Licht. Doch dieser Punkt war noch nicht das Ende der Entwicklung. Die Fasern wurde weiter erforscht und letztlich entdeckte man die mögliche Verwendung als Dämmstoff. Die Glasfasern werden mit verschiedenen, organischen Bindemitteln behandelt, sodass sie sich miteinander verbinden und so zu dem nützlichen, verwendbaren Material werden.

Verwendung und Bindemittelnachteile
Durch die verwendeten Bindemittel, wird leider die Hitzebeständigkeit des Endproduktes stark geschwächt und somit wird das Einsatzgebiet eingeschränkt, denn die verwendeten Bindemittel halten Temperaturen nur bis circa 200 °Celsius stand. Aufgrund dieser eingeschränkten Hitzeresistenz, kann der Glasfaserdämmstoff in bestimmten Einsatzbereichen nicht verwendet werden. Diese Bereiche sind zum Beispiel Haushaltshöfen, Herde, sowie in Industrieanlagen – Rohrummantelungen. Zwar ist der Flammenschutz noch immer existent, doch bei der Zersetzung der Stoffe, durch Hitze werden giftige Stoffe freigegeben. Für die Schall- und Wärmeisolierung von Außenfassaden eignet sich das Material weiterhin hervorragend. Die Glasfaser-Matten werden – um die Außenfassaden zu dämmen – in Kleber gebettet, auf diese Schicht, wird meistens eine Riemchenschicht gesetzt. Diese dient als Flachverblender. Als unterer Abschluss dient eine Schiene, welche an der Wand mithilfe von Dübeln befestigt wird. Weiterhin liefert diese Schiene die benötigte Stabilität.

Ein weiterer nützlicher Verwendungszweck des Dämmmaterials, ist die Dämmung von Dachgeschosswohnungen. Bei solchen, muss zwischen den Dachsparren gedämmt werden, wozu sich Glasfaserdämmstoff hervorragend eignet. Neben der erstaunlichen Wirkung sind Glasfasermatten äußerst platzsparend, im Vergleich zu anderen möglichen Materialien. Dieses Dämmmaterial, kann für eine Vollsparrendämmung, aber ebenso für eine hinterlüftete Dämmung eingesetzt werden. Das Erstere wird ohne eine Luftschicht errichtet. Das Ergebnis lässt sich sehen, die Dämmung ist schalldicht, elastisch und ohne Wärmebrücken.