Grauwacke
Was ist eigentlich Grauwacke?
Die Grauwacke ist ein Begriff aus der Bergmannsprache und bezeichnet einen Sandstein mit einem Anteil an Quarz, Tonschiefer und anderen Gesteinsarten. Die Verwendung dieses Begriffs und der Steine lassen sich bis ins Jahr 1780 zurückverfolgen, wobei Wacke die Kurzbezeichnung für Wackerstein ist. In Deutschland ist Grauwacke ein veralteter Begriff für Gesteine des Unterkarbons. Grauwacke findet man heute noch teilweise im Harz, im Rheinischen und Thüringer Schiefergebirge und an einem kleinen Teil der Alpen. Grauwacken sind klassische Sedimente, welche im Umfeld durch Entstehung oder Abtragung von Gebirgen abgelagert wird. Es besteht ein ziemlich auslaufendes Gebiet, aus welchem die Grauwacke zum Meer transportiert und am Strand abgelagert wird.
Wie hart ist das Gestein Grauwacke?
Durch die Instabilität des Gesteins können die noch recht lockeren Ablagerungen zu fließen beginnen und einen trüben Strom erzeugen, mit dem das Material über weite Strecken transportiert wird. Wenn der Strom zum Erliegen kommt, lagern sich die schwereren Gesteinsbrocken unten ab, während die leichten Teile langsam nach unten sinken. Dies bewirkt eine ganz neue Schicht, welche als Turbidit gezeichnet wird und das typische Flyschgestein darstellt. Die relativ weichen und dunklen Steine stellen eine besondere Sandsteinart dar, welche aus Quarz, Feldspat, Kiesel oder Tonschiefer in einer besonderen Grundmasse bestehen. Dabei besteht die Grundmasse des Gesteins zu 15 % aus Tonmineralen und Chloriten und verursacht die meistens dunkelgrün/graue Färbung. Die Körnung der Grauwacke variiert von fein- bis grobkörnig, stark verfestigt und gerundet und zudem schlecht sortiert.
Die Geschichte der Grauwacke
Erst im Jahre 1963 wurde der Grauwackenstein komplett analysiert und in seine Bestandteile zersetzt. Dabei wurde festgestellt, dass Grauwacke zum größten Teil, nämlich zu 28 – 53 % aus Quarz besteht. Dicht dahinter liegt der Feldspat mit 23 bis 47 %; die weiteren Anteile der Grauwacke sind jeweils mit 4 bis 20 % Glimmer und Chlorit und bis zu 6 % Karbonaten. Grauwacken wurden bereits in früheren Zeiten zur Gestaltung von Gärten, zur Errichtung von Steingärten und zur farblichen Abgrenzung von besonderen Wegen genutzt. Die großen und noch unbehandelten Gesteinsbrocken werden bis heute bei der Zusammenstellung von Findlingsgärten benutzt. So werden seit der wissenschaftlichen Analyse in bestimmte Gesteinsklassen unterteilt und mit besonderem Name versehen. So gibt es die Quarzwacke mit einem sehr dominierenden Anteil von Quarz, die Feldspatwacken, welche überwiegend aus Quarz und Feldspat zu gleichen Teilen, und zudem noch aus geringen Mengen an Gesteinsbrocken besteht. Als dritte Unterteilung der einzelnen Wacken gibt es noch die Gruppe der lithischen Wacken, welche einen extrem hohen Anteil an Gesteinsbruchstücken enthält. Diese Gesteinsbruchstücke sind so mit der Wacke verwachsen, dass man diese als einen festen Bestandteil der Wacke ansehen kann. Manche Grauwacken haben einen fast laminierten Überzug.
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