Mauermörtel
Anwendungsgebiet von Mauermörtel
Außenwände zählen zu den wesentlichsten Bauteilen eines Gebäudes, deshalb sind die geforderten Eigenschaften an die angewendeten Baustoffe hoch und vielgestaltig. Die Außenwände haben neben der Aufgabe das statische Gewicht des Hauses zu tragen, noch die Funktion eine feste und schützende Hülle zu bilden. Dabei ist der Mauermörtel die verbindende Komponente zwischen den Mauersteinen. Der angewendete Mauermörtel muss beste Materialeigenschafen bezüglich der Tragfähigkeit und Beständigkeit besitzen. Des Weiteren soll er jedoch auch die Unebenheiten der Steine ausgleichen und eine gleichförmige Lastabtragung herstellen. Damit verhindert er Beschädigungen im Mauerwerk und erhöht die Sicherheit des Bauwerks im Besonderen.
Einteilung des Mauermörtel
Die Zusammensetzung von gewöhnlichem Mauermörtel ist Sand (Korngröße bis 4 mm) und den Bindemitteln Zement und Kalk und Wasser. In Abhängigkeit von seiner Festigkeit ist er eingeteilt in die Bereiche (I, II, IIa, III, IIIa).
Eigenschaften und Anwendung von Dünnbrettmörtel
In den vergangenen Jahren haben sich in der Praxis großvolumige Mauerziegel und -steine durchgesetzt. Diese heutigen Steine haben eine geringe Rohdichte, eine gute Wärmedämmung bei hoher Festigkeit. Die Herstellungsgenauigkeit der geschliffenen Mauersteine führte zu der Entwicklung von Dünnbettmörtel, mit einer Korngröße unter 1 mm. Dünnbettmörtel wird in seiner Verwendung nur in den Lagerfugen mit einer Dicke von 1 bis 3 Millimetern aufgestrichen. Die Stoßfugen werden wegen der Verzahnung der Mauersteine ohne eine Vermörtelung geschlossen.
Eigenschaften und Anwendung von Leichtmauermörtel
Für wärmeisolierende Mauersteine wurde vor einigen Jahren mineralischer Leichtmauermörtel entwickelt. In Verbindung mit diesem Mörtel hat das Mauerwerk Niedrigenergiehausstandard (0,30 W/m2k). Die Zuschlagsstoffe von Leichtmauermörtel sind Naturbims, Perlite, Blähton oder Blähschiefer. Entsprechend der Wärmeleitfähigkeit wird eine Klassifikation in die Unterteilungen LM 36 und LM 21 vorgenommen.
Anwendung im Verblend- und Sichtmauerwerk
Eine sehr ästhetische und zugleich bekannte Verwendung findet Mauermörtel beim Verblend- oder Sichtmauerwerk. Dabei wirkt er hin hohem Maße auf das optische Gestaltungsbild mit ein. Neben dieser künstlerischen Aufgabe, die ganze Landstriche und Städte auf besondere Weise prägen, ist auch die Technik von großer Bedeutung. Der Mauermörtel muss hierbei beim Verblend- als auch beim Sichtmauerwerk den geforderten bauphysikalischen Ansprüchen an die Standsicherheit und den Witterungsschutz entsprechen. Die technologischen Merkmale der Mörtel sind auf die im Anwendungsfall verwendeten Mauersteine angepasst. Abgeleitet von dem Begriff "Vormauerwerk" wird von den Werkmörtelherstellern der Begriff "Vormauermörtel" verwendet.
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