Splittmastixasphalt
Was steckt eigentlich hinter diesem Wort?
Der Splittmastixasphalt ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine besondere Unterkategorie des Asphalts. Im Baugewerbe erhielt er seine Kurzbezeichnung SMA. Während der Asphalt bereits in der Antike für die Abdichtung von Booten und Häusern genutzt wurde, dann im Mittelalter verschwand und erst um 1800 wieder als besonderes Bindemittel entdeckt wurde, fand der Splittmastixasphalt erst in den 1960er Jahren seine wahre Bedeutung, wo er als ein besonderer Belag entwickelt wurde. Dabei versuchte man bis dahin, eine besonders feste und beanspruchbare Decke für die Straßen zu entwickeln.
Die besondere Verwendung von Splittmastixasphalt
Durch seinen hohen Bitumen- und Splittanteil konnte der Splittmastixasphalt zu den sehr beanspruchbaren Sorten des Asphalts, und hier als eine stabile und abriebfeste Deckschicht verwendet werden. Damals musste man nach einem besonderen Belag suchen, denn man hatte bis dahin noch kein wirksames und stabiles Mittel für die winterliche Beanspruchung durch die damals an den Reifen zulässigen Spikes gefunden. Den Ingenieuren gelang die Entwicklung eigentlich rein zufällig, als bei einem Versuch ein Techniker versehentlich einen Sack Splitt fallen ließ, welcher dann auf das noch feuchte Bitumen fiel. Die danach gemachten Versuche mit dem Splitt brachten dann den gewünschten Erfolg der höheren Abriebfestigkeit. Durch diese große Belastbarkeit wurde er seit der Zeit auch sehr gerne beim Bau und der Ausbesserung von Autobahnen verwendet. Dabei kann man sowohl den Bitumen- als auch den Splittanteil variabel verändern, um diesen anschließend für besondere Aufgaben zu verwenden. Dabei ist es eigentlich nicht von Belang, ob man für die Mischung herkömmliches Bitumen oder das polymermodifizierte Bitumen verwendet. Für die noch stärkere Erhärtung müssen noch bestimmte Zusätze wie Zellulose- oder synthetische Fasern einzuarbeiten.
Splittmastixasphalt und seine Klassen
Der Splittmastixasphalt wird in vier unterschiedliche Klassen eingeteilt, wobei allerdings nur die Einbaudicke unterschiedliche Werte enthält. Der Verdichtungsgrad liegt in allen Klassen bei 97 %, wobei der Hohlraumgehalt in sämtlichen Klassen mehr als 5 % beträgt. So werden die Splittmastixklassen SMA 11 S und SMA 8 S für stärker beanspruchte Straßenbeläge verwendet, während die Klassen SMA 8 N und SMA 5 N sowohl für die normal beanspruchten Fahrbahnen als auch für besondere Flächen genutzt werden. Im Hinblick auf Verdichtbarkeit und Verformungsbeständigkeit verträgt Splittmastixasphalt größere Schwankungen der Schichtdicke als Asphaltbeton, beispielsweise bei einer unebenen Unterlage, da er relativ unempfindlich gegenüber Nachverdichtung und Verformung ist. Für Splittmastixasphalt in Verkehrsklassen mit besonders hoher Beanspruchung müssen besonders polierresistente grobe Gesteinskörnungen verwendet werden, da die normalen Splittkörner durch Polieren stärker beansprucht werden.
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